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Lockdown-Kilos?

Smarte Ernährungstipps ohne Hungern

Wenn wir dem Lockdown eines ankreiden können, dann ist es doch die Tatsache, dass die meisten von uns ganz schön gemütlich geworden sind.

Die Zeit zuhause, das ganze Kochen und die mangelnde Bewegung haben bei einigen von uns dazu geführt, dass wir uns nicht mehr so wohl in unserem Körper fühlen. Jetzt, wo es wieder verlockender wird, das Haus zu verlassen, verspürst auch du vielleicht das Bedürfnis, deinen Körper wieder in Form zu bringen und alles, was nicht reingehört, nach draußen zu befördern. 

Keine Sorge – wir werden dir im folgenden Artikel keine Brigitte-Blitzdiät ans Herz legen, die dich in nur einer Woche fünf Kilo abnehmen lässt. Denn, im Grunde wissen wir doch alle, dass das weder gesund noch glücklich macht (Jojo-Effekt lässt grüßen!).

Viel lieber möchten wir dich dabei unterstützen, deinen Körper besser zu verstehen und bewusster mit dem Thema Ernährung umzugehen. Denn, obwohl es zahlreiche wissenschaftliche Studien zur Funktion des Darms gibt, wird dieses so großartige Organ oftmals außen vor gelassen, wenn es um körperliche und mentale Gesundheit geht. Dabei ist es doch das Wunderwerk Darm, das Psyche und Körper verbindet.

In diesem Artikel erzählen wir dir, was deine Verdauung so kann und weshalb es sich lohnt, sich mit ihr auseinanderzusetzen. Zusätzlich geben wir dir Tipps, wie du deinen Körper ohne Hungern nachhaltig wieder in Form bringen kannst und gleichzeitig dein ganzes System entgiftest. Neugierig? Los geht’s! 

Unsere Nahrung: Das Tor zu unserer Psyche! 

Wir Menschen sind komplexe Ökosysteme und so kommt es, dass sich in unserem Darm Milliarden unterschiedlichster Bakterien befinden. Milliarden! Kannst du dir das vorstellen? 

Sie sind es, die unser Immunsystem bilden und uns dabei helfen, unterschiedlichste Erkrankungen zu bekämpfen. Dabei erstreckt sich dein Darm auf bis zu acht Metern durch deinen Körper (japp, acht!!). 

Seit einiger Zeit ist nun schon bekannt, dass sich unser Darm um weitaus mehr kümmert als nur unsere Verdauung. Er kommuniziert zum Beispiel mit unserem Gehirn und beeinflusst so unsere Psyche. Damit kann er auch als Barometer für unser Befinden dienen – nicht umsonst bläht er sich auf, krampft oder blockiert, wenn es uns nicht gut geht. 

Es wird schon eine ganze Weile daran geforscht, den Darm innerhalb der Therapie von Depressionen, Demenz, Sucht, Autismus, ADS und vielen anderen Leidensbildern mit einzubeziehen. 

Matthias Laudes vom Universitätslehrstuhl für Innere Medizin in Kiel erklärt drei Möglichkeiten, mit denen unser Darm mit unserem Gehirn kommuniziert: 

  1. Unsere Ernährung geht in Verbindung mit unserem Darm und kann so elektrische Signale über die Nerven ins Gehirn weiterleiten.
  2. Je nach Ernährung werden unterschiedliche Hormone gebildet, die dann wiederum verschiedene Reaktionen in unserem Gehirn auslösen.
  3. Mithilfe unserer Ernährung steuern wir auf natürliche Art und Weise unsere Darmbakterien. Die Zusammensetzung dieser ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und beeinflusst unter anderem, wie wir uns fühlen. 

Wusstest du, dass 95 Prozent unseres Glückshormons Serotonin in unserem Darm produziert werden? Es ist nachgewiesen, dass bei Menschen, die depressive Phasen durchleben, bestimmte Darmbakterien einfach nicht vorkommen. 

Entspannung geht durch den Magen: Vagusnerv und Ernährung 

Unser Freund, der Vagusnerv, den wir bereits im ersten und zweiten Artikel dieser Reihe kennenlernen durften, fungiert als Messenger zwischen unserem Darm und Gehirn. 

Wenn unser Körper nach einem Jahr Unsicherheit, Angst und Isolation gestresst ist, dann wird es für uns schwierig, in einen parasympathischen Zustand zu gelangen, in dem unser Körper sich ausruhen und entspannen kann – wir kompensieren durch Nahrung.  

Kein Grund den Kopf hängen zu lassen! Denn, jedes Frühstück, Mittag- oder Abendessen ist eine neue Chance, um deine Darmgesundheit anzugehen und damit Körper und Psyche wieder in Einklang zu bringen. Das beweisen zahlreiche Studien aus dem Bereich der Neuroimmunologie. 

Tipps für mehr körperliches Wohlbefinden 

1. Intervallfasten lässt sich leicht in den Alltag einbauen  

Du hast bestimmt schon einmal vom “Intervallfasten” oder “Intermittierenden Fasten” gehört. Du isst dabei in einem bestimmten Zyklus, sodass zwischen deinen Mahlzeiten kleine “Fasteneinheiten” entstehen. 

Am einfachsten ist für Anfänger, diese Fastenpause zwischen Abend- und Mittagessen zu legen. So kannst du beispielsweise mit dem Abendessen um spätestens 20:00 abschließen und dann erst wieder am nächsten Tag um frühestens 12:00 Mittagessen – du überspringst also das Frühstück.

In dieser 16-stündigen Fastenzeit solltest du weder kalorienhaltige Getränke zu dir nehmen noch Koffein – am besten nur Wasser oder Kräutertees. Das kann sich am Anfang ganz schön schwer gestalten und von Heißhunger-Attacken geprägt sein, sollte sich aber nach einiger Zeit einpendeln.

Intervallfasten bringt folgende Vorteile mit sich:

  • Verbessert dein Hautbild durch verminderte Blutzucker- und Insulinwerte (Ein hoher Blutzuckerspiegel kann zu Akne, Krebs, Hormonstörungen, Depressionen, chronischen Entzündungen und vielem mehr führen). 
  • Senkt deinen Bluthochdruck.
  • Reguliert deinen Cholesterinspiegel.
  • Lässt dich gefährliches Bauchfett abbauen.
  • Hilft dir dabei, besser zu schlafen, weil dein Körper weniger mit der Verdauung beschäftigt ist. 
  • Schützt vor Erkrankungen des Nervensystems. 

Wenn du das noch nie gemacht hast, dann lohnt es sich, dir vorab professionelle Tipps von Fastenexperten zu holen oder dich sogar von einem Fastenbegleiter unterstützen zu lassen. 

2. Eine Darmsanierung räumt in deinem Verdauungstrakt so richtig auf

Wie wir in diesem Artikel bereits gelernt haben, ist eine ausgewogene Darmflora deshalb wichtig, weil der Darm in ständiger Kommunikation mit all unseren Organen – vor allem unserem Gehirn und Nervensystem steht.

Menschen, die regelmäßig eine Darmreinigung oder Darmsanierung durchführen, schwärmen davon wie befreit, attraktiv und vital sie sich danach fühlen.

Ziele einer Darmreinigung können beispielsweise sein:

  • Die Darmschleimhaut wieder aufbauen.
  • Entzündungsprozesse heilen oder vorbeugen.
  • Immunsystem stärken. 
  • Leber und Nieren entlasten. 
  • Ungebetene Darmbakterien wie beispielsweise Schimmelpilze, Candida, usw. rausbefördern.

Ein schöner Nebeneffekt einer Darmsanierung ist die Tatsache, dass man dabei auch Gewicht verliert. Das primäre Ziel sollte es allerdings sein, deinen Darmhaushalt zu überholen, um so deinen gesamten Organismus zu entlasten und deine Gesundheit aufs nächste Level zu bringen. 

Eine Darmsanierung besteht meist aus folgenden Bestandteilen: 

  1. Flohsamenschalen (kann man mittlerweile sogar in Drogeriemärkten oder Apotheken kaufen), um Ablagerungen im Verdauungstrakt zu lockern und Toxine loszuwerden. 
  2. Bentonit und Zeolith (Mineralerde), die die von den Flohsamenschalen abgelösten Ablagerungen und Toxine bindet, damit sie einfacher ausgeschieden werden können. 
  3. Ein Probiotikum (nützliche Darmbakterien) in Form von beispielsweise Kapseln, um die Darmflora wieder aufzubauen. 

Eine Darmsanierung kann zwischen 10 Tagen bis 3 Monate dauern – je nachdem, wie lange du es machen möchtest bzw. brauchst. Falls du das noch nie gemacht hast, dann würden wir dir raten, dich von einem entsprechenden Therapeuten begleiten zu lassen und dich vorher gut einzulesen.

Weil dieses Thema so groß ist und wir in diesem Artikel den Rahmen nicht sprengen wollen, kannst du hier alles zum Thema Darmsanierung und Darmreinigung nachlesen.  


3. Säfte versorgen deinen Körper mit wichtigen Vitalstoffen

Für alle, die nicht gleich fasten oder den Darm reinigen möchten, wäre eine Saftkur eine angenehme Methode, die sich gut in den Alltag einbauen lässt.

So kannst du beispielsweise innerhalb eines 7-tägigen Saftdetoxes deinen Organismus mit zahlreichen Vitalstoffen, Antioxidantien und Enzymen versorgen – alles mithilfe von frischem Obst und Gemüse. 

Das kann dir dabei helfen, angesammelte Gifte auszuleiten und dich bei der Gewichtsreduktion unterstützen.

Weltweit gibt es bereits einen Sellerie-Saft-Hype, angeführt mitunter von Anthony Williams. Das sogenannte “medizinische Medium” empfiehlt, täglich 470 Milliliter (also fast einen halben Liter) frisch gepressten Selleriesaft 15 bis 30 Minuten vor dem Frühstück auf leeren Magen zu trinken. 

Großartig soll das vor allem deshalb sein, weil Selleriesaft (bei richtiger Anwendung) die Verdauung stärken kann: Magensäure werde schneller aufgebaut und die Galle kraftvoller. Der Saft soll fettabbauend wirken, Keime abtöten und damit den ganzen Körper entgiften. 

Laut Williams Erfahrung habe das reine morgendliche Trinken von Selleriesaft mittlerweile vielen Menschen dabei geholfen, Leidensbilder wie beispielsweise Ekzeme, Blutzuckerprobleme, Akne, chronisches Müdigkeitssyndrom, Allergien und Autoimmunerkrankungen zu heilen. Klingt überzeugend, oder? So sehr, dass sogar Stars wie Pharrell Williams darauf schwören. 

Doch auch andere Säfte haben positive Auswirkungen auf den Körper. So kannst du dich durch das bunte Potpourri der Natur probieren und deinen ganz eigenen Mix finden. Das Ergebnis: Dein Organismus kann sich erneuern und regenerieren. 

Und, wie wirst du dich diesen Sommer ernähren?

Wir hoffen, dass wir dich mit diesem Artikel dazu inspirieren konnten, die Taschenlampe herauszuholen und ein Licht auf deine Ernährungsweise zu werfen.

Wir von Humanoo unterstützen dich gern dabei, denn in unserer App findest du zahlreiche Kurse und Programme zum Thema Ernährung, zum Beispiel “Basisregeln einer gesunden Ernährung”, “Ohne Eisen geht es nicht!”, “Flüssigkeitshaushalt”, “Tipps zur Gewichtsstabilisierung” oder “Food & Soul”. Wir versprechen dir – es lohnt sich reinzuschauen!  

Das allerwichtigste: Wenn du gerade erst damit beginnst, dich für das Thema Ernährung zu öffnen, sei mitfühlend mit dir. Wenn es dich also doch mal in die Schoki-Abteilung verschlägt, dann erlaube dir auch mal nachzugeben und den Tag darauf wieder zu deinem Plan zurückzukommen. Denn eines können wir dir sagen: Mitgefühl ist ein viel besserer Motivator als Strenge es jemals sein könnte. 

Wir freuen uns, wenn du deine Erfahrungen auf diesem Weg mit uns auf unserem Instagram-Channel teilst. 
Dein Humanoo-Team

Written by Karina Schönberger

Originally published on 20. Juni 2021

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