Essen kann so viel: Als Soulfood, Brainfood oder Superfood… Wem das noch nicht reicht: In Woche 3 unseres #soulfoodmonth stellen wir dir jene Wundermittel vor, die dir helfen können wach und klar im Kopf zu werden. Kaffee ist natürlich eins davon, aber es gibt noch so viele mehr, die mindestens genauso effektiv sind. 

— Diesen Monat beschäftigen wir uns tiefergehend mit dem Thema “Soulfood”, genauer gesagt mit der Frage wie bestimmte Lebensmittel und eine bewusstere Ernährung Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Leistung haben können. Dabei versorgen wir dich wie immer mit praktischen Tipps und nützlichem Hintergrundwissen, ohne dich an der Nase herumzuführen. —

Was macht uns wach?

Es ist wirklich beachtlich, welchen Einfluss Lebensmittel auf unser Gemüt haben, wenn wir wissen, wie wir sie einsetzen können. Dazu gehören ganz klar auch Nahrungsmittel, die dich von Müdigkeit befreien können! Das sind zum Beispiel:

Zitrone, Grapefruit und Co.

Falls du noch den absoluten Geheimtipp brauchst, wie du es mit guter Laune aus dem Bett schaffst, wenn der Wecker morgens klingelt: Probiere es mal mit extrem sauren Früchten! Klingt etwas verrückt, aber hast du schon mal nach dem Aufstehen in eine Zitrone gebissen? Du wirst sicher nicht mehr daran denken zurück ins Bett zu gehen, denn Zitrusfrüchte haben einen äußerst anregenden Effekt. Sie enthalten viel Vitamin C, was unsere Abwehrkräfte aktiviert und gleichzeitig auch unsere Eisenaufnahme verbessert. Zum Müsli (Haferflocken haben viel Eisen) passt deshalb ein Glas Orangensaft perfekt.

Kakao

Kakao enthält tatsächlich wachmachende Verbindungen wie Koffein und Theobromin. Je dunkler die Schokolade, desto mehr ist drin an wach machenden Substanzen. Perfekt: Schokolade zum Frühstück? Lieber nicht – zu viel Zucker und zu wenig Vitamine sind keine gute Basis für einen erfolgreichen Tag. Die bessere Wahl sind rohe Kakaonibs im Müsli…

Honig

Honig ist ein super Energielieferant. Durch den Zucker steigt der Blutzuckerspiegel stark an, wodurch wir uns energiegeladen fühlen. Beachte jedoch, dass der Effekt nur kurz anhält. Danach fährt dein Blutzuckerspiegel wieder runter. Theoretisch wirkt auch normaler Zucker genauso, aber Honig liefert wenigstens noch Mineralstoffe und Vitamine.

Chili und Pfeffer

Zugegebenerweise ist es wirklich schwierig müde zu sein, wenn man gerade in eine feurig rote, scharfe Chili gebissen hat. Adrenalin wird ausgeschüttet und wirkt so natürlich anregend auf uns. Eine kleine Prise, wo es passt, macht uns deshalb munter.

Kaffee

Last but not least! Natürlich darf er nicht fehlen: der Kaffee! 4 Tassen täglich sind laut der European Food Safety Authority in Ordnung. Für Schwangere/ Stillende nur 2 Tassen pro Tag. Kaffee gehört für viele von uns einfach zum Leben dazu – weshalb wir im Durchschnitt 164 Liter im Jahr trinken. Er hat sich in viele Situationen unseres alltäglichen Lebens geschlichen: einfach aus Genuss, als Ritual bei Verabredungen mit Freunden, beim Date und vor allem aber natürlich, um morgens wach zu werden: Kaffee gibt uns einen Kick! Es gibt kaum etwas anderes, was wir so sehr mit dem Vertreiben von Müdigkeit verbinden.

Alternativen zu Kaffee?

Ist bei dir auf der Arbeit mal die Kaffeemaschine kaputt gewesen (im schlimmsten Fall an einem Montagmorgen?) Hast du eine Veränderung gemerkt? Hat die Laune, Konzentration oder Arbeitsmoral deines Teams darunter gelitten? Oder hast du eher positive Veränderungen bemerkt? Viele Menschen schlafen oftmals besser, wenn sie eine Tasse Kaffee weniger am Tag trinken und haben tagsüber weniger nervöse Gedanken oder sind einfach entspannter.

Es gibt außerdem zahlreiche nennenswerte Wachmacher-Alternativen, die auch für diejenigen unter uns geeignet sind, die Kaffee nicht so gut vertragen. Dürfen wir vorstellen?

Schwarzer & Grüner Tee

Schwarzer Tee ist eine altbekannte, gesellschaftsfähige Alternative zum Kaffee. Auch grüner Tee ist ein Wachmacher, der im Gegensatz zu Schwarzem Tee nicht fermentiert ist. Da das Koffein auch hier gebunden an Aminosäuren vorkommt, wirkt es zwar langsamer aber dafür langfristiger.

Mate

Mate ist eine südamerikanische Pflanze, die genau wie Kaffee Koffein enthält. Super ist, dass die Koffeinwirkung hier zwar langsamer beginnt, dafür aber viel länger anhält als beim normalen Kaffee, wobei diese Wirkung direkt von der Ziehzeit abhängt. Außerdem ist Mate besser verträglich als Kaffee. In Europa ist Mate zwar als Tee erhältlich, er wird hier jedoch vermehrt als Erfrischungsgetränk genossen und ist ein beliebtes “Feiergetränk”.

Guarana

Hier handelt es sich um einen echten Koffein-Hammer – weshalb Guarana auch gern in Energy Drinks eingesetzt wird. Die Guarana Frucht beherbergt Kerne, die 6% Koffein enthalten, welches auch noch intensiver wirkt als das Koffein in der Kaffeebohne. Der pure Geschmack ist, sagen wir, “gewöhnungsbedürftig”. Deshalb ist es nur logisch Guarana z.B. mit Fruchtsäften zu verdünnen.

Matcha

Matcha ist ein Pulver, das aus dem Konzentrat von Teeblättern gewonnen wird. Er enthält besonders viele wertvolle Inhaltsstoffe durch die schonende Zubereitung. Über seinen herben Geschmack lässt sich streiten, allerdings musst du Matcha nicht als aufgeschäumten Aufguss trinken, sondern kannst es auch in Lebensmitteln wie Kuchen oder Salaten verwenden.

Energy Drinks

Es ist wahr, dass Energy Drinks und Cola wach machen – manchmal sogar mehr als gewünscht. Empfindliche sowie kranke Personen, Kinder, Jugendliche und Schwangere sollten auf diese Form der Wachmacher, insbesondere auf Energy Shots, jedoch verzichten. Schlafstörungen sowie körperliche Beeinträchtigungen wie Herzrasen sind nicht selten auftretende Begleiterscheinungen. Neben einem sehr hohen Koffeingehalt liefern sie noch etwas: Unmengen an Zucker. Eine Dose Energy Drink liefert nicht selten 12 Stück Würfelzucker. Das ist viel zu viel für ein Getränk. Allerdings kann man durch den Zucker die erhöhte anfängliche Leistungsfähigkeit erklären: Zucker wird direkt aufgenommen und dient unseren Zellen als Energiekick. Diesen Effekt erzielst du aber auch, indem du etwas zuckerhaltiges isst wie Trockenfrüchte oder Traubenzucker.

Verrückte Zutaten wie Taurin, Inosit oder Glucuronolacton sind im Grunde auch nur viel heiße Luft um nichts… Denn eine leistungssteigernde Wirkung konnte bisher noch nicht bewiesen werden. Unsicherheit besteht allerdings bei möglicherweise unerwünschten Nebenwirkungen wie einer Wechselwirkung von Coffein mit Taurin.

Das gefährliche an Energy Drinks ist aber dennoch der hohe Koffeingehalt. Dieser liegt pro Dose bei ca. 80 mg Koffein (1 Tasse Kaffee enthält ca. 100 mg), trinken wir aber mehrere Energy Drinks oder Energy Shots hintereinander summiert sich das Koffein Level. Du kannst es an einem schnelleren und unregelmäßigem Herzschlag, Schweißausbrüchen und natürlich Ruhe- und Schlaflosigkeit feststellen. Die allerschlechteste Kombination ist die von Energy Drinks und Alkohol, denn Koffein überdeckt die Wirkung des Alkohols. Das kann fatal enden, denn wir fühlen uns nüchterner als wir es sind und trinken dadurch mehr als wir eigentlich vertragen würden.

Mittlerweile gibt es zahlreiche “Energieversorger”, die wesentlich weniger Zucker verwenden und lediglich auf natürliche und nährstoffreiche Zutaten wie Guarana setzen. Erhältlich als fertiger Drink oder als Pulver zum selber mixen, verleihen sie dir einen Energieschub, der lange und konstant anhält ohne das zittrige Gefühl, welches du von klassischen Energyshots oder becherweisem Kaffeekonsum kennst.

Natürlich musst du selber ausprobieren, welche “Wachmacher” die größte Wirkung für dich haben, ohne, dass sie deinen Körper überfordern. Wir selber sind große Kaffeeliebhaber, aber ab und zu macht es eben Spaß und tut es auch einfach mal gut etwas neues auszuprobieren. Wir hoffen dich hiermit neugierig auf einige Alternativen gemacht zu haben und wünschen dir viel Spaß beim Ausprobieren!

     

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