Stressbewältigung am Arbeitsplatz: die 9 besten Tipps

Stress am Arbeitsplatz ist keine Seltenheit. Wer glaubt, dies würde nur das seelische Wohlbefinden beeinflussen, der täuscht sich. Chronischer Stress macht krank. Das Immunsystem ist schwächer und der Körper damit anfälliger für grippale Infekte. Auch das Risiko, Herzerkrankungen und Beschwerden wie krankhaftes Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck auszubilden, erhöht sich. Was also tun? Hier sind die 9 besten Tipps zur besseren Stressbewältigung am Arbeitsplatz.

1. Smarter Start in den Tag

Für viele beginnt der Stress bereits vor dem Job. Diskussionen mit den Kindern oder dem/der Partner*in, Zeitnot wegen Verkehrsstau und ein viel zu hastiges Frühstück prägen den Morgen. Somit wird der Stress von daheim gleich mit zum Arbeitsplatz gebracht. Smarter ist es, mit Ruhe den Morgen zu beginnen. Das gelingt mit einer durchdachten Planung. Ebenso wichtig ist ein gesundes Frühstück. Leichter prallen so kleinere Stressfaktoren bei der Arbeit von einem ab. Wer müde und erschöpft ist, ist deutlich stressanfälliger.

2. Anforderungen kennen und managen

Studien offenbaren, dass ein großer Stressfaktor im Job unklare Anforderungen seitens der Vorgesetzten sind. Wer nicht weiß, was er genau machen soll, was von ihm erwartet wird oder ob er seine Arbeit gut ausführt, fühlt sich leicht gestresst. Deswegen ist es unerlässlich, mit den Vorgesetzten das Gespräch zu suchen. Indem Anforderungen und Erwartungen offen besprochen werden, fühlen sich beide Seiten besser.

3. Organisation prägt ein gesundes Arbeitsleben

Selbst sehr desorganisierte Personen sind mit ein wenig vorausschauender Planung dazu in der Lage, Stress durch einen organisierten Tagesablauf abzubauen. Das kostet ein wenig Aufwand, aber spart letztlich Zeit ein. Eine gute Zeiteinteilung ist unerlässlich, um die Anforderungen qualitätsbewusst und verlässlich zu bewältigen. Doch Achtung: Ist das Arbeitspensum tatsächlich zu hoch, hilft nur ein Gespräch mit dem/der Vorgesetzten.

4. Keine Macht den unnötigen Konflikten

Konfliktpotenzial gibt es am Arbeitsplatz viel. Die Kunst ist, die produktiven Konflikte von den unnötigen Grabenkämpfen und Lästereien zu unterscheiden. Wer das schafft, reduziert seine Stressbelastung immens. Tratschen über andere sowie ein Debattieren über Politik und Religion sind echte Burnout-Booster. Selbst wer dies nicht tut, kann noch in die Konfliktfalle geraten – durch andere. Daher ist es wichtig, sich von wenig teamfähigen Menschen zu distanzieren. Ist das nicht möglich, sollten klare Konfliktstrategien gesucht werden.

5. Multitasking minimieren

Ganz viele Dinge parallel zu erledigen, verspricht Zeitersparnisse. Ein gutes Zeitmanagement reduziert den Stress. Demnach galt lange Zeit das Multitasking als wünschenswerte Eigenschaft von Mitarbeiter*innen. Doch Hand aufs Herz: Kann es wirklich möglich sein, gewissenhaft den Jahresabschluss zu erstellen und dabei mit Kund*innen zu telefonieren sowie E-Mails zu checken? Nein. Beim Multitasking leiden Genauigkeit und Geschwindigkeit sowie die geistige Gesundheit. Besser ist es, sich einer Aufgabe konzentriert zu widmen. Das reduziert Fehler und damit Stress. Wer sein Arbeitstempo steigern möchte, sollte schauen, wo sich Prozesse bestmöglich automatisieren oder verkürzen lassen. Auch Outsourcing ist eine Option, Stress zu minimieren und Zeit effektiv einzusparen.

6. Wohlbefinden sicherstellen

Schmerzen bedeuten Stress. Leider geht es vielen so, dass gerade am Arbeitsplatz durch eine mangelhafte Ausstattung Schmerzen entstehen. Besonders häufig treten Rücken- und Nackenschmerzen auf. Sie können die Folgen eines unbequemen Bürostuhls oder einer falsch eingestellten Tischhöhe sein. Wer Schmerzen hat, ist deutlich stressanfälliger. Deswegen ist es wichtig, sich einen Arbeitsplatz zu schaffen, der Wohlbefinden stiftet. Oft reichen bereits kleinere Änderungen aus, um Großes zu bewirken.

7. Stresskiller Spaziergang

Ein wenig körperliche Betätigung baut jede Menge Stress ab. Das greift vor allem für Büroangestellte, die starr vor dem Bildschirm sitzen. Durch einen Spaziergang wird der Stoffwechsel angekurbelt. Gleichzeitig entspannt sich die Psyche. Überschüssige Energie und quälender Ärger schwinden auf einmal. Sorgen treten in den Hintergrund und die Laune hebt sich. Wissenschaftliche Studien beweisen, dass bereits ein Spaziergang von zehn bis 20 Minuten ausreicht. Warum also nicht in der Mittagspause einen Spaziergang einlegen? Am besten wäre es, wenn dieser naturnah erfolgt. Die sanften Bewegungen der Blätter an den Bäumen wirken stressreduzierend für die Psyche.

8. Perfektionismus-Check

Wie schön wäre es, immer alles perfekt zu machen? Dadurch glänzen wir, haben ein gutes Gefühl und sehen uns stolz im Spiegel als Leistungsträger*in an. Doch es ist nicht möglich, immer alles in Perfektion abzuliefern. Zudem ist Perfektion kein Garant für Erfolg. Ein Auftrag kann trotz bester Vorbereitung noch verloren gehen, da andere Faktoren mit hineinspielen. Es ist großartig und ehrenwert, stets das Beste geben zu wollen. Doch der übertriebene Perfektionismus bedeutet Stress. Er gehört auch zu den klassischen Burnout-Faktoren. Also, lieber einen Gang zurückschalten, sich für kleine Erfolge selbst loben und nicht immer der/die Overperformer*in sein wollen.

9. Musik an, bitte

Musik ist ein genialer Stresskiller. Ein fröhliches Lied beim Frühstück zu hören, bringt selbst Schnarchnasen auf Trab und verbreitet gute Laune. Auf der Fahrt nach Hause vom Arbeitsplatz hilft beruhigende Musik beim Abschalten. Sie darf nicht zu dramatisch sein, sondern sollte Wohlbefinden stiften. Und wer bereits entspannter daheim ankommt, findet leichter Schlaf.

Wie du siehst: Es kann so einfach sein, den Arbeitsstress besser zu bewältigen!

Dein Humanoo Team

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