#Körper & Fitness

Achtung, Risiko: rapider Gewichtsverlust

Ob Crash-Diät, schwere Erkrankung oder ein anderer Grund: Wer schnell an Gewicht verliert, muss mit zahlreichen Nebeneffekten rechnen. Einige sind gefährlicher als andere. Welche Risiken ein rapider Gewichtsverlust birgt und wie ein gesundes Abnehmen gelingt, steht hier. 

Was ist mit einem rapiden Gewichtsverlust gemeint?

Von einem rapiden Gewichtsverlust sprechen Mediziner bereits, wenn der Gewichtsverlust pro Woche bei über 500 Gramm liegt. Gerade für Abnehmwillige ist dies schwer zu verstehen, möchten sie doch möglichst rasch in ein paar Kleidergrößen kleiner passen. Zu schnell zu viel abzunehmen, kann jedoch die Gesundheit gefährden. Vom Muskelverlust bis hin zu ernährungsbedingten Mangelerscheinungen drohen zahlreiche unangenehme Konsequenzen. Studien zufolge bilden sich bei jedem Dritten, der weniger als drei Gramm Fett pro Tag aufnimmt, zeitnah Gallensteine. Es ist demnach wichtig, die Kalorienaufnahme mit Köpfchen zu reduzieren und sich nicht auf Hungerkuren zu verlassen. Denn diese provozieren zudem den gefürchteten Jo-Jo-Effekt, der den Abnehmerfolg zunichte macht. 

6 gefährliche Folgen eines zu schnellen Gewichtsverlusts

1. Abnahme der Muskelmasse

Gewichtsabnahme heißt nicht zwingend Fettabnahme. Durch das Abnehmen kann ein Wasser- und Muskelverlust auftreten. Das Ziel einer gesunden Gewichtsreduktion ist die Fettreduktion.

2. Stoffwechselveränderungen

Wie aktiv der Stoffwechsel ist, nimmt einen entscheidenden Einfluss auf die Gewichtsabnahme. Umso aktiver er ist, umso mehr Kalorien werden verbrannt und umso mehr Nahrung wird in Energie umgewandelt. Wird die Kalorienzufuhr plötzlich drastisch reduziert, kann sich der Stoffwechsel um rund 23 % verlangsamen. Das provoziert eine erneute Gewichtszunahme. 

3. Mangelhafte Nährstoffversorgung

Eine rapide Gewichtsabnahme für ein rasches Abnehmen wird oft durch das Auslassen von Mahlzeiten erreicht. Genau hier liegt eine Gefahr: Nährstoffmangel. Fehlen dem Körper essentielle Nährstoffe, führt dies zu Symptomen wie Blutarmut, Müdigkeit, schwachen Knochen, Infektanfälligkeit und Haarausfall. 

4. Dehydrierung

Wenn sehr schnell das Gewicht fällt, liegt dies oft an einem erheblichen Wasserverlust. Einige Diäten provozieren eine Dehydrierung, die sich an folgenden Anzeichen erkennen lässt:

  • Unwohlsein
  • Müdigkeit bis hin zur Ohnmacht
  • Kopfschmerzen
  • Verstopfung
  • im längeren Verlauf: Nierensteine und eine limitierte Nierenfunktion

5. Müdigkeit und Schlappheit

Müdigkeit begrenzt die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit. Ein extremes Kaloriendefizit behindert den Organismus. Er kann nicht normal funktionieren. Genau das kann eine extreme Müdigkeit bewirken. Sie geht oft mit Kälteempfindlichkeit, Gereiztheit, Schwindelgefühl, Verstopfung und Muskelkrämpfen einher. Um die Müdigkeit zu beseitigen, wird dann die Diät beendet. Jetzt die verlorenen Kilos nicht wieder zuzunehmen, ist schwer. 

6. Disharmonie der Elektrolyte

Konstant passt sich der Organismus an Veränderungen an, damit er perfekt funktionieren kann. Allerdings bedeutet jede größere Veränderung für den Körper Stress, der sich auf das Elektrolytgleichgewicht auswirken kann. Elektrolyte sind jedoch unerlässlich, denn nur mit ihnen können sich Muskeln zusammenziehen und entspannen. Darüber hinaus regulieren sie den Herzschlag. Ein Elektrolytmangel kann zu ernsthaften Problemen wie Organschäden und Unregelmäßigkeiten im Herz-Kreislauf-System führen.

Die 5 besten Tipps für ein gesundes Abnehmen

Aus vielen Gründen kann es gut sein, Gewicht zu verlieren. Teilweise raten auch Ärzt:innen dazu, um bestimmte Gesundheitsrisiken für Übergewichtige zu minimieren. Doch das Abnehmen darf nicht mit Übereifer erfolgen. Wie oben gezeigt, kann ein schneller Gewichtsverlust drastische Nebenwirkungen haben. 

Wer gesund abnehmen möchte, sollte einen Gewichtsverlust von rund 500 Gramm pro Woche einplanen. Mehr sollte es nicht sein. Diese Tipps helfen dabei, dies zu erreichen:

1. Mehr Eiweiß und Ballaststoffe

Proteine können den Stoffwechsel ankurbeln, was den Abnehmeffekt optimiert. Gleichzeitig halten sie länger satt, ohne, dass man dabei an Muskelmasse verliert. Es ist ebenso wichtig, mehr lösliche Ballaststoffe aufzunehmen. Sie beugen Heißhungerattacken vor und minimieren überschüssiges Cholesterin. Darüber hinaus optimieren sie die Verdauung. 

2. Vermeidung von verarbeiteten Kohlenhydraten

Verarbeitete Kohlenhydrate stehen einem gesunden Abnehmen entgegen. Sie fördern eher das Gegenteil. Daher ist es wichtig, sie vom Speiseplan bestmöglich zu eliminieren. Besser sind komplexe Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte, da der Körper länger braucht, um sie zu verdauen. 

3. Langsam essen

Das eigene Sättigungsgefühl zu erkennen, ist gar nicht so leicht. Oft überschreiten wir es, da wir viel zu schnell essen. Wer langsam isst und jeden Bissen sorgfältig kaut, spürt besser, wann das Sättigungsgefühl einsetzt. Auf diese Weise wird weniger Nahrung aufgenommen, was die Gewichtsreduktion fördert. 

4. Ausreichend schlafen

Schlafstörungen können Hungerattacken fördern. Zudem stören sie einen gesunden Blutzuckerspiegel. Das Abnehmen wird somit verlangsamt. 

5. Sport treiben

Cardio- und Gewichtstraining sind hilfreich, um an Gewicht nachhaltig zu verlieren. Viele scheuen sich vor den Hanteln, was jedoch ein Fehler ist. Wer nicht übermäßig trainiert, hält lediglich seine Muskelmasse oder baut eine ästhetische Muskelmasse auf. 

Bei der Gewichtsabnahme ist Geduld gefragt. Wer sie bewahrt, bleibt schlank und gesund.

Dein Humanoo Team

Share this article