Konfliktmanagement: So löst du Konflikte im Team

Dass es in einem Team zu Konflikten kommen kann, ist nicht ungewöhnlich. Wichtig ist, dass diese Konflikte konstruktiv gelöst werden. 

Denn Fakt ist: Es kann nicht immer harmonisch zugehen. Konflikte gibt es überall – sowohl im Privatleben als auch im Beruf und gehören zum Leben dazu, um Meinungen frei äußern und seine Stellung klar beziehen zu können. Dass dies nicht immer harmonisch und leise vonstattengeht, ist mehr als verständlich. Werden Konflikte jedoch nicht rechtzeitig beigelegt, können daraus Spannungen entstehen, die vor allem am Arbeitsplatz kontraproduktiv sein können. Dabei gibt es verschiedene Strategien, mit denen sich Konflikte ganz einfach beilegen lassen – besser bekannt als Konfliktmanagement.

Was bedeutet Konfliktmanagement?

Konflikte entstehen vor allem dann, wenn zwei (oder mehrere) Parteien mit unterschiedlichen Meinungen aufeinandertreffen. Jeder versucht dabei seine Meinung zu vertreten, ohne dabei die Aspekte des Gegenübers zu akzeptieren. Oft sind lautstarke Diskussionen die Folge, die das Betriebsklima erheblich stören und eine harmonische Zusammenarbeit unmöglich machen können.

Hier kommt das Konfliktmanagement ins Spiel: Es soll dabei helfen, Konflikte innerhalb eines Teams zu lösen, damit sich der Frust gar nicht erst anstauen und zu einer angespannten Atmosphäre führen kann. Anstatt die Konflikte sofort im Keim zu ersticken, sollten die beteiligten Parteien sie vielmehr offen darlegen und dabei versuchen, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

In manchen Situationen kann es allerdings sinnvoll sein, die Konfliktlösung erst einmal auf Eis zu legen und sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzugreifen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn persönliche Dinge oder Beleidigungen ins Spiel kommen. Oft können Konflikte erst dann gelöst werden, wenn eine dritte Person hinzukommt, die die Rolle des Vermittlers (Mediators) übernimmt.

Diese Konflikte gibt es am Arbeitsplatz

Konflikte müssen nicht immer gleich sein, wie die folgenden Beispiele zeigen.

1. Beziehungskonflikte

Bestimmt kennst du den Ausdruck, dass bestimmte Menschen sich „nicht riechen können“. Im Alltag gehen wir diesen Personen ganz bewusst aus dem Weg, was am Arbeitsplatz jedoch nicht immer möglich ist. Hier können leicht Konflikte entstehen, die meist von persönlicher Natur sind.

2. Sachkonflikte

Sachkonflikte entstehen durch unterschiedliche Meinungen über eine Sache. Je nach Unternehmen kann dies zum Beispiel ein neues Produkt oder die Lösung einer Aufgabe sein. Solche Konflikte lassen sich meist am einfachsten lösen, sobald jede Partei ihre Meinung konstruktiv dargelegt hat.

3. Kommunikationskonflikte

Oft reden Menschen buchstäblich aneinander vorbei, wodurch die Meinung des Gegenübers falsch interpretiert wird. Wird die Fehlinterpretation nicht aufgelöst, sind handfeste Streitigkeiten eher die Regel als eine Ausnahme.

4. Verteilungskonflikte

Ein größeres Büro, ein Dienstwagen oder unterschiedlich hohe Gehälter: Konflikte können auch dann entstehen, wenn sich Arbeitnehmer*innen ungerecht behandelt fühlen.

5. Rollenkonflikte

Mitarbeiter*innen nehmen in einem Unternehmen verschiedene Rollen ein, die mit unterschiedlichen Erwartungen verbunden sind. Diese Erwartungen können nicht immer erfüllt werden, beispielsweise, wenn eine Führungsrolle übernommen wird.

So funktioniert Konfliktmanagement

Die einfachste Möglichkeit einer Konfliktbeilegung ist, mit der/dem Konfliktpartner*in in Kontakt zu treten. Eine dritte Person kann dabei als Mediator anwesend sein, jedoch ist dies bei leichteren und lösbaren Konflikten nicht unbedingt notwendig. Was jedoch äußerst wichtig ist: Während der Konfliktlösung sollten beide Parteien sachlich und ruhig bleiben. Wird das Gespräch mit „Wut im Bauch“ begonnen, führt die Diskussion meist zu nichts. Dann ist es ratsam, das klärende Gespräch zu einem anderen Zeitpunkt fortzuführen.

Das Konfliktmanagement läuft dabei in verschiedenen Phasen ab, in denen beide Parteien ihre Sichtweisen sachlich darlegen und eine Lösung oder einen Kompromiss herausarbeiten können.

1. Phase: Auftakt- und Selbstklärungsphase

Diese Phase ist sozusagen der Auftakt der Konfliktbeilegung. Beide Parteien sollten sich hierfür unbedingt an einem ruhigen Ort treffen und eine positive Grundstimmung beibehalten. Wut und Schuldzuweisungen führen dabei in die falsche Richtung und sind daher fehl am Platz.

Ist erst einmal der erste Kontakt hergestellt, können die Meinungen von beiden Seiten sachlich dargelegt werden. Jede*r Gesprächspartner*in sollte sich dabei nicht nur die Frage stellen, welche Aspekte zu dem Konflikt geführt haben, sondern um welches Thema es bei dem Gespräch eigentlich ging.

2. Phase: den Dialog suchen

Im Dialog geht es im Wesentlichen darum, der/dem Gesprächspartner*in aktiv zuzuhören, ohne sie/ihn dabei zu unterbrechen und dazwischenzureden. Die Meinung des Gegenübers sollte dabei nicht bewertet werden, weil dies zu weiteren Meinungsverschiedenheiten führen kann. Besser ist, ähnliche Argumente herauszufiltern, um eine gemeinsame Basis zu finden. Dabei können beide Gesprächspartner*innen auch darlegen, wie sie sich während des Streitgespräches gefühlt oder wie sie die Aussage ihres Gegenübers aufgefasst haben. Oft lässt sich schon in dieser Phase klären, ob es sich bei dem Konflikt um ein Missverständnis gehandelt hat.

3. Phase: eine Lösung finden

Haben beide Gesprächspartner*innen erst einmal viele gemeinsame Argumente gefunden, können sie sich an die Lösung des Konflikts heranwagen. Hierzu gehört natürlich auch, die unterschiedlichen Argumente klar und sachlich darzulegen, die letztendlich zu dem Konflikt geführt haben. Anstatt sich zu den Argumenten jedoch negativ zu äußern, sollten beide Parteien vielmehr versuchen, eine gemeinsame Lösung oder einen Kompromiss zu finden. Dabei müssen sie sich nicht in jedem Punkt einig sein. Vielmehr geht es darum, zu einem Ergebnis zu kommen, mit dem beide Parteien einverstanden sind.

4. Phase: Abschluss

Sobald beide Parteien eine akzeptable Lösung gefunden haben, mit der sie sich arrangieren können, werden die Argumente in der abschließenden Phase noch einmal kurz festgehalten, um den Konflikt beiseitelegen zu können.

Fazit: Konfliktmanagement kann eine Lösung für Streitigkeiten sein

Nicht jeder ist sich auf Anhieb sympathisch – schon gar nicht am Arbeitsplatz. Sobald zwei oder mehrere Parteien unterschiedliche Meinungen haben, können handfeste Konflikte vorprogrammiert sein, die sich negativ auf das Arbeitsklima und die Produktivität auswirken können. Besser ist, diese Konflikte so schnell wie möglich aus der Welt zu schaffen. Ein Konfliktmanagement kann bei der Problemlösung hilfreich sein, um das Gespräch sachlich und konstruktiv führen zu können.

Dein Humanoo Team

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