Wasser gibt es in allen möglichen Ausführungen: aus der Leitung, der Glasflasche, mit Kohlensäure oder ohne, gefiltert oder kalkig. Jeder hat da seine ganz eigenen Vorlieben. Aber was ist tatsächlich am gesündesten und wo liegen die Unterschiede? HUMANOO klärt auf.

An heißen Sommertagen brauchen wir vor allem eines: viel Flüssigkeit. Die Devise heißt nicht nur nach dem Sport, sondern den ganzen Tag über: trinken, trinken, trinken und vor allem Wasser. Die einen mögen es lieber still und die anderen spritzig. Für manche reicht es aus der Leitung, Andere lieben es aus der Glasflasche und wieder Andere Sprudeln selbst.

Kaum ein anderes Getränk gibt es in so vielen verschiedenen Sorten und Ausführungen. Aber wo liegen wirklich die Unterschiede und ist abgefülltes Mineralwasser gesünder als das aus der Leitung?

1. PET-Flaschen

Hier kommt das Wasser in Plastikflaschen, die 25 Cent Pfand kosten. Die PET-Flaschen bieten vor allem zwei Vorteile: Sie sind deutlich leichter als Glas und zudem bruchfest. Doch gesundheitlich unbedenklich sind sie nicht.

Forscher der Universität Frankfurt haben in Plastikwasserflaschen Pestizide, Weichmacher und sogar hormonähnliche Stoffe gefunden, die beispielsweise das weibliche Sexualhormon Östrogen im menschlichen Hormonhaushalt imitieren. Bei zwölf von 20 Mineralwassermarken sei eine hormonelle Auswirkung nachgewiesen worden, erklärte Martin Wagner vom Institut für Ökologie, Evolution und Diversität der Frankfurter Universität.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt jedoch Entwarnung: Gesundheitliche Schäden seien vom Trinken aus Plastikflaschen nicht zu erwarten. Denn der Hormonanteil sei sehr gering.

Im Auftrag der Stiftung Warentest fanden weitere Forschungsinstitute bei einigen Mineralwässern, Nickel, den Süßstoff Acesulfam-K und Abbauprodukte von Korrosionsschutz- oder Unkrautvernichtungsmitteln.

2. Glasflasche

Eine Glasflasche kann bis zu 50-mal wiederverwendet werden. PET-Flaschen, wenn sie Mehrweg sind, nur bis zu 25 mal. Ein klarer Pluspunkt für Glas. Außerdem sind sie geschmacksneutral und nehmen keine Aromen oder andere Wirkstoffe auf.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte lieber zur Glasflasche greifen, auch wenn PET-Flaschen angeblich nicht gesundheitsschädlich sind.

3. Wasserfilter

Wasserfilter gibt es als integrierte Kartusche für den Wasserhahn wie auch als Kanne für den Tisch. Sie sollen Leitungswasser von Kalk und unerwünschten Schadstoffen und Chemikalien, die oft in alten Leitungen stecken, befreien.

Wie die Technik funktioniert, erklärt Umweltexperte Tristan Jorde von der Verbraucherzentrale Hamburg gegenüber der Apotheken Umschau: „Tischfilter sind meist Kombinationen von Aktivkohle und sogenannten Ionentauschern.“ Letztere binden im Trinkwasser gelöste Ionen an sich und tauschen sie im Gegenzug gegen andere Teilchen gleicher Ladung aus. „Auf diese Weise werden zum Beispiel positiv geladene Calcium- oder Magnesium-Ionen – also Kalk – entzogen und durch positiv geladene Natriumionen ersetzt“, so Jorde.

Der Nachteil: Die Filtersysteme filtern auch natürliche Mineralstoffe aus dem Wasser.

4. Leitungswasser

Anders als viele glauben, hat Leitungswasser in vielen Regionen Deutschlands sogar eine bessere Qualität als gekauftes Mineralwasser. Die Stiftung Warentest hat Trinkwasser aus 28 unterschiedlichen Gemeinden und 30 stille Mineralwasser aus dem Einzelhandel getestet. Das Ergebnis: Nur acht von 30 getesteten Mineralwässern enthielten mehr Mineralstoffe als das mineralstoffreichste Trinkwasser unter den Proben.

Die Stiftung Warentest schreibt: „Leitungswasser hat eine gute Qualität. Außerdem: Sein Preis schlägt klar den von Mineralwasser.”

Allerdings sollten die Rohre in deinem Haus nicht zu alt oder gar rostig sein. Schau dir die Farbe des Wassers gut an und riech dran, ob dir irgendwas komisches auffällt. Im Zweifel hilft es, das Wasser zu filtern.

 

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