Warum weniger Fleisch essen den Planeten retten könnte

HUMANOO Expertenteam

Schinken auf dem Frühstücksbrot, Mittags gibt es ein Schnitzel und Abends Brotzeit mit Wienern. Fleisch ist in unserer Gesellschaft ein Hauptnahrungsmittel. Doch das schadet der Gesundheit und der Umwelt. HUMANOO zeigt dir, warum du weniger Fleisch essen solltest.

Nur noch bei weniger als einem Drittel der Deutschen kommt jeden Tag Fleisch auf den Tisch. Das zeigt der aktuelle Ernährungsreport “Deutschland, wie es isst”. 2016 gaben noch 34 Prozent der Befragten an, jeden Tag Fleisch zu essen. Zwei Jahre später waren es nur noch 28 Prozent. Zwar sind die Lieblingsgerichte der Mehrheit der Deutschen Schnitzel, Braten und Gulasch, doch immerhin konsumieren sie weniger Wurst und Fleisch. Und das ist auch gut so. Denn wer weniger Fleisch isst, hilft nicht nur unserem Planeten, sondern tut auch dem eigenen Körper etwas Gutes.

Warum zu viel Fleisch der Gesundheit schadet

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt nicht mehr als 600 Gramm Wurst und Fleisch pro Woche zu essen. Der tatsächliche Konsum der Deutschen ist fast doppelt so hoch. Ein Fehler. Denn ein hoher Fleischkonsum kann zu Erkrankungen wie Übergewicht, Darmkrebs oder Herz-Kreislauf-Beschwerden führen. Bereits der Verzehr von 100 Gramm mehr Fleisch als die DGE empfiehlt, lässt das Darmkrebsrisiko um 49 Prozent zunehmen. Vor allem in rotem Fleisch und Wurst steckt eine Menge Fett. Nicht zuletzt deswegen sind häufig Menschen, die viel davon essen auch übergewichtig. Ganz abgesehen vom Cholesterin im Fleisch, das hauptverantwortlich für die Entstehung von Herzinfarkten und Gefäßkrankheiten ist.

Beim Fleischessen geht es nicht um ganz oder gar nicht. Es kommt auf die Menge an. In Hühnchenfleisch steckt beispielsweise viel Eiweiß und in rotem Fleisch Eisen sowie B-Vitamine. Fleisch kann auch gesund sein, wenn du es in kleinen Mengen isst.

Warum Fleisch der Umwelt schadet

Unser Fleischkonsum hinterlässt einen mächtigen biologischen Fußabdruck. Für die Massentierhaltung müssen Wälder abgeholzt werden, um Platz für das Vieh zu schaffen. Die Methanemissionen von den Kühen und die Düngemittel verursachen mehr Treibhausgase, als alle Autos, LKWs und Flugzeuge der Welt. Hinzu kommt, dass die Massentierhaltung Bäche, Flüsse und nicht zuletzt die Ozeane und Meere verschmutzt.

Wissenschaftler warnen, dass wir den weltweiten Fleischkonsum drastisch reduzieren müssen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Drastisch bedeutet, dass die westlichen Länder ihren Rindfleischkonsum um 90 Prozent reduzieren müssen. An dessen Stelle können Bohnen und andere Hülsenfrüchte rücken, die ähnlich nährstoffreich sind. Auch der Konsum von Eiern, Milch und Schweinefleisch muss zurückgehen.

Eine Möglichkeit wäre Flexitarismus. Hierbei kannst du noch Fleisch essen, jedoch nur selten und du achtest stärker darauf, woher die Produkte stammen. Wenn sich kein Wechsel einstellt, wird es schwierig die Weltbevölkerung 2050 noch zu ernähren ohne unseren Planeten komplett zu zerstören.

Auf HUMANOO findest du eine Menge kreativer vegetarischer und veganer Rezepte. Vielleicht fällt es dir so leichter, öfter mal auf Fleisch zu verzichten.

Flexitarismus – Was du über den Ernährungstrend wissen musst