Das Sport nicht ausschließlich auf den Körper, sondern auch auf Geist und Seele wirkt, wissen wir spätestens seitdem Yoga populär ist. HUMANOO stellt dir heute ein ähnliches Konzept vor: Pilates und welche Prinzipien und Ziele dahinter stecken.

Pilates ist ein Ganzkörpertraining, bei dem der Einklang von Atmung und Bewegung im Fokus stehen. Die Übungen bestehen sowohl aus Kräftigung als auch aus Dehnung, gepaart mit Atemübungen. Beim Training werden einzelne Muskeln oder ganze Muskelpartien gezielt, angespannt, entspannt oder gedehnt. Die meisten der mehr als 40 festen Übungen werden auf Gymnastikmatten auf dem Boden ausgeführt. Je nach Alter und persönlicher Fitness variiert das Training.

Erfunden wurde das Konzept von Namensgeber Joseph Hubert Pilates in Deutschland – und das bereits während des ersten Weltkrieges um 1912. Gut zehn Jahre später wanderte er nach Amerika aus und eröffnete dort sein erstes Studio. Nach seinem Tod geriet das Training etwas in Vergessenheit, bis es in Hollywood wieder auflebte und seitdem wachsende Beliebtheit genießt.

Ziele von Pilates

Pilates richtet sich vor allem auf die Körpermitte. Durch die Anspannung der tiefen Bauch- und Rücken- sowie Beckenbodenmuskulatur wird die Körpermitte und der Rumpf stabilisiert. Es heißt, dass Menschen, die Pilates ausüben größer, aufrechter und schlanker wirken. Denn durch die Aktivierung der Körpermitte, auch Powerhouse genannt, werden Taille und Hüfte schlanker. Dieser Effekt ist jedoch als Nebenwirkung und nicht Ziel des Trainings anzusehen.

Durch Pilates wird allgemein die Beweglichkeit verbessert. Ober- und Unterkörper lassen sich einfacher gegeneinander verdrehen. Die Muskeln und Gelenke werden aktiviert, ohne sie zu belasten. Außerdem wird das eigene Körpergefühl, Kraftausdauer, Grundlagenausdauer und Koordination gesteigert.

Im Vordergrund steht immer die Qualität und nicht die Quantität. Die Übungen sollen präzise ausgeführt werden. Dabei werden die Bewegung mit der Atmung koordiniert.

Prinzipien von Pilates

In diesem Training gibt es sechs Prinzipien

  1. Zentrierung
  2. Atmung
  3. Kontrolle
  4. Konzentration/Aufmerksamkeit
  5. Bewegungspräzision
  6. Bewegungsfluss

Diese Prinzipien finden sich auch in den Zielen wieder, wenn von Körpermitte, kontrolliertem Bewegungsfluss und Einklang von Bewegung und Atmung die Rede ist. Während des Training liegt die Konzentration rein bei der Sache selbst. Das bringt auch eine Kontrolle von Geist und Körper.

Unterschied zu Yoga

Einklang von Körper und Geist sowie Bewegung und Atmung – das kommt dir aus dem Yoga bekannt vor? Richtig – einige Grundlagen sind sich ähnlich. Trotzdem sind Yoga und Pilates nicht das gleiche. Es gibt einige Unterschiede. Beim Yoga wird zum Beispiel rein durch die Nase geatmet. Beim Pilates hingegen atmest du durch die Nase ein und den Mund wieder aus.

Mit dem Praktizieren des jahrhundertealten Yoga geht auch etwas spirituelles einher. Denn Ziel ist es Körper und Geist zu vereinen und zu reinigen. Beim Pilates hingegen dreht es sich um eine Stärkung der Muskulatur und Haltung. Es ist demnach ein Training und hat im Gegensatz zu Yoga nichts mit Spiritualität zu tun.

Pilates und Yoga schließen sich dennoch nicht aus, sondern ergänzen sich. Probiere doch mal beide Disziplinen für dich aus. HUMANOO wünscht viel Spaß beim Trainieren!

https://www.humanoo.com/blog/fuenf-vorurteile-die-du-schnell-vergessen-solltest/

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