Neun Ernährungsweisen erklärt: Das steckt hinter Paleo, Clean Eating und Co.

HUMANOO Expertenteam

Unsere Ernährungsweisen haben sich über die Jahrhunderte verändert. Dies hat nicht nur mit dem Angebot, sondern auch mit Unverträglichkeiten zu tun. Heute gibt es deutlich mehr als nur Vegetarier und Veganer. HUMANOO klärt dich auf.

Wer sich heute dazu entscheidet aus gesundheitlichen, ökologischen oder sonstigen  Gründen seine Ernährung umzustellen, hat die Qual der Wahl. Denn es geht nicht mehr einzig um die Frage, ob Fleisch oder kein Fleisch. Mit Hilfe verschiedener Ernährungsweisen wird das Wohlbefinden des Körpers gesteigert oder eigene Präferenzen berücksichtigt. HUMANOO erklärt dir, was Paleo, Clean Eating und Co. bedeuten.

Vegetarisch

Die wohl bekannteste Ernährungsweise. Vegetarier verzichten komplett auf Fleisch und Fisch. Dazu gehört sowohl Steak und als auch Wurstaufschnitt. Kurz: Alle Lebensmittel, die vom toten Tier abstammen. Allerdings verzichten sie nicht kompromisslos auf tierische Produkte. Milcherzeugnisse wie Joghurt und Käse oder Eier stehen weiterhin auf dem Speiseplan.

Vegan

Wer sich vegan ernährt, verzichtet lückenlos auf tierische Erzeugnisse. Dazu gehört natürlich Fleisch, Fisch aber auch Eier, Gelatine, Honig und Milcherzeugnisse. Kurz gesagt: Alle Lebensmittel, die auf irgendeine Weise vom Tier abstammen oder Produkte, in denen tierische Erzeugnisse verarbeitet wurden, werden nicht verzehrt. Inzwischen gibt es auch in normalen Supermärkten viele Lebensmittel für Veganer – wie zum Beispiel Ei-Ersatz zum Backen. Strenge Veganer verzichten auch auf Leder und Wolle.

Flexitarisch

Der Flexitarier isst zwar Fleisch und Fisch – jedoch in Maßen. Die sogenannten Teilzeitvegetarier verzichten an mindestens drei Tagen die Woche auf Wurst und Fleisch. Außerdem spielt die artgerechte Herkunft des Fleisches eine wichtige Rolle. Diese Ernährungsform gilt auch als sehr gesund, weil sich der Fleischkonsum reduziert und der Mensch trotzdem alle nötigen Nährstoffe zu sich nimmt. Viele ernähren sich unwissentlich sowieso flexitarisch, was auch der Umwelt zugute kommt.

Pescetarisch

Wie man vom italienischen “Pesce” oder dem lateinischen “piscis” ableiten kann, dreht es sich hier um Fisch. Pescetarier ernähren sich grundsätzlich vegetarisch. Fisch und Meeresfrüchte sind jedoch erlaubt.

Laktosefrei

Menschen mit einer Laktoseintoleranz meiden Milch und Milchprodukte. Nach deren Verzehr ist ihnen häufig schlecht oder der Bauch ist aufgebläht. Dies liegt daran, dass sie den Milchzucker (Laktose) nicht oder nur in kleinen Mengen vertragen. Statt normaler Milch gibt es laktosefreie Milch und Joghurts. Alternativen sind Soja-, Mandel-, Haselnuss-,Reis- oder Hafermilch.

Glutenfrei

Gluten ist ein Gemisch aus 90 Prozent Proteinen, 8 Prozent Lipiden und 2 Prozent Kohlenhydraten. Wird es mit Wasser und Mehl gemischt, ergibt es eine elastische Masse, die beim Backen entscheidend ist. Deswegen ist Gluten in den meisten Backwaren enthalten. Bei normaler Verdauung ist Gluten problemlos. Bei Menschen mit Glutenunverträglichkeit wird beim Verzehr die Dünndarmschleimhaut geschädigt, es ist keine normale Verdauung möglich und Blähungen, Magenschmerzen, Übelkeit und Durchfall sind die Folgen.

Gluten ist in Roggen, Weizen, Gerste, Dinkel, Grünkern, Emmer, Einkorn, Kamut und Triticale enthalten  – somit in fast allen Getreidearten. Inzwischen gibt es viele glutenfreie Alternativen, die extra gekennzeichnet sind. Ohne Gluten kommen Quinoa, Amarant, Mais, Reis, Hirse, Soja, Wildreis und Buchweizen aus.

Paleo

Paleo ist die sogenannte Steinzeiternährung. Sie orientiert sich an der vermuteten Ernährung der Altsteinzeit. Es kommt nur nur auf den Tisch, was es damals schon gegeben hat. Dazu gehört Gemüse, Fleisch – vor allem vom Wild, Obst, Beeren, Fisch, Meeresfrüchte, Schalentiere, Eier, Pilze, Nüsse, Esskastanien, Honig und Kräuter. Verzichtet wird auf Milch, Milchprodukte, Getreide, Zucker, Alkohol und jegliche Fertigprodukte oder bereits verarbeiteten Lebensmittel.

Clean Eating

Clean Eating bedeutet nichts anderes als eine gesunde, vollwertige Ernährung bei der man sich Gedanken über die Qualität der Lebensmittel macht. Künstliche Zusatzstoffe und verarbeitete Lebensmittel werden gemieden. So wird Brot beispielsweise selber gebacken und statt raffiniertem Zucker werden alternative Süßungsmittel wie Honig, Agavendicksaft, Ahornsirup oder Vollrohrzucker verwendet. Mahlzeiten, die auf dem Speiseplan stehen sind unverfälscht, selbst zubereitet und ohne Zusätze von Aromen, Farbstoffen, Geschmacksverstärkern oder Konservierungsstoffen.

Rohkost

Wer sich rohköstlich ernährt, verzichtet weitgehend oder ausschließlich auf Nahrung die hitzebehandelt ist. Auf den Tisch kommt – wie der Name schon sagt – nur rohes. Erlaubt sind außerdem Lebensmittel, die durch ihre Herstellung erhöhten Temperaturen ausgesetzt sind, wie es beispielsweise bei kaltgepressten Ölen oder Trockenfrüchten der Fall ist. Bei der Ernährungsform muss nicht unbedingt auf Fleisch, Fisch, Honig und andere tierische Produkte verzichtet werden.

Rohkost-Ernährung ist eine Kostform, die weitgehend oder ausschließlich unerhitzte pflanzliche (teilweise auch tierische) Lebensmittel enthält. Es werden auch Lebensmittel einbezogen, die verfahrensbedingt erhöhten Temperaturen ausgesetzt sind (z. B. kaltgepresste Öle), ebenso Lebensmittel, bei deren Herstellung eine gewisse Hitzezufuhr erforderlich ist (z. B. Trockenfrüchte und bestimmte Nussarten).

 

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