Jeder zehnte Deutsche ist Vegetarier und jeder hundertste Veganer. Doch es gibt auch einen Mittelweg zwischen Fleischesser und Vegetarier. Das Stichwort lautet Flexitarismus. HUMANOO erklärt, was hinter dem Trend steckt.

Immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst dazu auf Fleisch oder tierische Lebensmittel zu verzichten. Das zeigt sich auch im Supermarkt: Wer vor einigen Jahren Veggie-Gerichte gesucht hat, musste ins Reformhaus gehen. Mittlerweile bietet jeder Supermarkt und Discounter eine Reihe an vegetarischen Lebensmitteln und Gerichten an. Diese gehen weit über Tofu hinaus. Wer nicht komplett auf Fleisch verzichten möchte, sich aber dennoch gesund ernähren möchte, sollte jetzt aufpassen: Das Stichwort lautet Flexitarismus.

Was ist Flexitarismus?

Unter Flexitarismus versteht man eine Ernährung, bei der auf kein bestimmtes Lebensmittel komplett verzichtet wird. Es geht darum sich gesund und bewusst zu ernähren. Dazu gehört auch den Fleischkonsum zu reduzieren. Damit unterstützt man nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die Umwelt.

Flexitarier werden oft auch als Teilzeitvegetarier bezeichnet. Die meisten essen an maximal vier Tagen die Woche Fleisch. Die restlichen Tage ernähren sie sich vegetarisch. Eine genaue Definition oder Ernährungsanleitung gibt es in dem Sinn aber nicht. Zum Flexitarismus zählt auf der einen Seite ein verminderter Fleischkonsum und auf der anderen Seite die bewusste Wahl der Lebensmittel. Flexitariern kommt es auch auf die Qualität an. Am besten ist Fleisch, bei dem man die Herkunft kennt. Zu oft werden die Tiere nicht artgerecht gehalten oder mit Antibiotika gefüttert.

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Welche Vorteile bietet Flexitarismus?

Nicht umsonst heißt es: “Du bist was du isst”. Ein geringerer Fleischkonsum minimiert das Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und für Dickdarmkrebs. Vor allem Menschen, die viel rotes Fleisch essen, bekommen häufiger Probleme mit dem Cholesterinhaushalt ihres Körpers. Wer wenig Fleisch isst, leidet auch seltener an Bluthochdruck und Diabetes. Der Verzicht auf Fleisch wird durch andere und oft gesündere Lebensmittel wie Gemüse oder Vollkornprodukte ausgeglichen. Die stecken nämlich voller wichtiger Ballaststoffe und Vitamine.

Neben den gesundheitlichen Vorteilen wirkt sich Flexitarismus auch positiv auf die Umwelt aus. Die Massentierhaltung setzt deutlich mehr Treibhausgase frei als die Landwirtschaft von pflanzlichen Lebensmitteln. Wenn Flexitarier Fleisch essen, legen sie auf die Qualität viel wert. Dadurch wird Massentierhaltung minimiert. Außerdem werden die Tiere einer Tierhaltung mit Bio-Siegel mit weniger Antibiotika gefüttert. Das ist nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch für den eigenen Körper.

Für alle Menschen, die nicht komplett auf Fleisch verzichten möchten, ist der Flexitarismus eine gute Wahl. Wer es mal probiert, wird merken, dass es nicht immer Fleisch sein muss.

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