Eine gelbe Pollenschicht überzieht momentan Straßen, Fenster und Autos. Nur fünf Minuten gelüftet und schon sind Fensterbänke, Tische und Böden mit feinem Blütenstaub bedeckt. Für nicht Allergiker ist das nervig. Für Allergiker belastet der Pollenflug die Gesundheit.

Viele leiden jetzt nicht nur unter Heuschnupfen, sondern zusätzlich an einer Nahrungsmittelallergie. Mehr als die Hälfte der Menschen, die auf Pollen oder Tierhaare reagieren, vertragen auch bestimmte Lebensmittel nicht.

Beim Biss in einen Apfel kribbelt es auf der Zunge oder bestimmte Gewürze führen zu Bauchkrämpfen. Grund dafür sind Kreuzreaktionen. Diese gelten als häufigste Ursache für Lebensmittelallergien im Erwachsenenalter. HUMANOO erklärt dir alles, was du über Kreuzallergien wissen musst.

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Wer ist betroffen?

Besonders betroffen von Kreuzreaktionen mit Nahrungsmitteln sind Allergiker, die auf früh blühende Bäume und Sträucher wie Birke, Erle und Hasel reagieren. Diese Personengruppe verträgt vor allem Nüsse und einige rohe Obstsorten wie Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Pflaumen, Kirschen und Mandeln nicht. Liegen weitere Pollenallergien wie auf Beifuss vor, vertragen die Betroffenen auch exotischere Früchte wie Kiwis, Litschis oder Avocados nicht.

Wie findet man Kreuzallergien heraus?

Der einfachste Weg dafür ist ein Allergietest. Doch dessen Ergebnis stimmt nur bedingt. Denn die beim Bluttest festgestellte Empfindlichkeit zeigt beim Betroffenen keine Symptome. Auf welche Lebensmittel, Pflanzen oder Pollen Allergiker wirklich reagieren und welche sie dementsprechend vermeiden sollten, zeigt oft nur die Erfahrung.

Kreuzreaktionen mit Birkenpollen

Möglich sind Kreuzreaktionen mit diesen Pollen und Lebensmitteln:

  • Baumpollen: Eiche, Edelkastanie, Erle, Hainbuche, Hasel, Rotbuche
  • Obst: Äpfel, Aprikosen, Avocados, Bananen, Birnen, Kirschen, Kiwis, Litschis, Mangos, Pfirsiche, Pflaumen
  • Gemüse: Fenchel, Karotten, Kartoffeln, Sellerie, Tomaten
  • Nüsse und Samen: Cashewnüsse, Haselnüsse, Mandeln, Pistazien
  • Kräuter und Gewürze: Anis, Basilikum, Chili, Dill, Koriander, Kümmel, Liebstöckel, Majoran, Oregano, Pfefferminz, Thymian

Kreuzreaktionen mit Beifuß

Möglich sind Kreuzreaktionen mit diesen Lebensmitteln:

  • Obst: Avocados, Kiwis, Litschis, Mangos, Melonen
  • Gemüse: Artischocken, Fenchel, Gurken, Karotten, Kartoffeln, Kürbis, Sellerie, Tomaten
  • Nüsse und Samen: Cashewnüsse, Pistazien, Sonnenblumensamen
  • Kräuter und Gewürze: Anis, Basilikum, Chili, Dill, Estragon, Ingwer, Kamille, Koriander, Kümmel, Liebstöckel, Löwenzahn, Majoran, Muskat, Oregano, Pfeffer, Pfefferminz, Thymian, Traubenkraut, Wermut, Zimt

Was bedeutet das für den Speiseplan?

Oftmals treten die Kreuzallergien nur während der jeweiligen Pollensaison auf. Ist die im Herbst und Winter vorüber, vertragen Betroffene auch wieder alle Lebensmittel. Ein Verzicht ist also nur während der Saison nötig.

Wie werden Kreuzallergien behandelt?

Zunächst sollten Betroffene auf die Lebensmittel verzichten, die sie nicht vertragen. Es muss aber auch die ursprüngliche Allergie, wie beispielsweise der Heuschnupfen, behandelt werden. Als probates Mittel hat sich eine Allergie-Impfung herausgestellt.

Dabei erhalten Patienten geringe Mengen des Allergens gespritzt, das in höherer Konzentration eine starke Immunreaktion auslösen würde. Aufgrund der geringen Dosis kann das eigene Abwehrsystem langsam lernen, angemessen auf Pollen zu reagieren.

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