Sind Hunde der Mitarbeiter im Büro eine große Ablenkung oder haben sie eine beruhigende Wirkung auf das Team? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Wir klären auf und erläutern, was die Wissenschaft zu Bürohunden sagt.

Sobald Milka den Raum betritt, zaubert sie vielen Mitarbeitern ein Lächeln auf ihr Gesicht. Der braune Labrador ist tollpatschig, zutraulich und sorgt immer für gute Laune. Spätestens wenn Milka ihre kleinen Kunststücke aufführt, um Leckerlies zu bekommen, ist auch der letzte Kollege verzaubert.

Doch die junge Labrador-Dame hat nicht in der ganzen Firma Freunde. Nur im dritten Stock ist sie wirklich willkommen. Einen Stock tiefer rollen die Mitarbeiter genervt ihre Augen, wenn sie aufgeregt ist und bellt. Milkas Frauchen musste sich stark dafür einsetzen, dass sie täglich mit ins Büro darf.

Was spricht für und gegen Bürohunde?

Office-Haustiere sind noch lange nicht in jedem Unternehmen akzeptiert. Viele empfinden sie als störend und sich durch ihre Präsenz abgelenkt. Aber ist das tatsächlich so? Sind Bürohunde und andere Vierbeiner ein Störfaktor oder ein positiver Einfluss auf das Arbeitsklima in Unternehmen?

Tiere werden häufig sowohl in der physischen, als auch psychischen Therapie eingesetzt. Die bekanntesten Beispiele hierbei sind sicherlich die Therapie mit Delfinen und Pferden. Jedoch erhalten auch Hunde zunehmend einen wichtigen Stellenwert in diversen Therapien, vor allem in der Arbeit mit Kindern.

Doch funktioniert auch im Büro, was in der Therapie bereits erfolgreich umgesetzt wird? Studien der amerikanischen „Virginia Commonwealth University“ belegen diese Annahme. Bereits seit 2012 erforscht das Team um Professor Randolph T. Barker, wie sich Hunde auf das Stresslevel in Büros auswirken.


5 Gesunde Snacks am Arbeitsplatz

[btx_button link=“https://www.humanoo.com/blog/gesunde-snacks-arbeitsplatz/“ icon=““]MEHR ERFAHREN[/btx_button]


Weniger gestresst und produktiver

Die Forscher konnten belegen, dass Hunde im Büro das Stresslevel deutlich senken: “Die Personen, die ihren Hund mit zur Arbeit brachten, deren Stress war geringer am Anfang des Tages und blieb so den gesamten Tag“, heißt es in der Studie. Ferner schreiben die Experten: “50% der Personen, die ihren Hund mit in das Büro brachten, fühlten, dass dadurch ihre Produktivität anstieg.”

Hunde sind laut dieser Studie somit keine Störfaktoren. Im Gegenteil: Sie steigern das seelische Wohlbefinden und die Produktivität der Mitarbeiter.

Die Studie der “Virginia Commonwealth University” ist nicht die einzige Forschungsarbeit, die Bürohunden einen positiven Effekt zuspricht. Inzwischen gibt es eine Vielzahl an Studien, die zu einem ähnlichen Ergebnis kommen.

[btx_image image_id=“1963″ link=“/“ position=“center“ on_click=“none“][/btx_image]

Der Bundesverband Bürohund e.V. fasst die Vorteile von Office-Haustieren für Mitarbeiter und Unternehmen zusammen:

  • Senkung des Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risikos
  • Verringerte Burnout-Gefahr
  • Senkung der Risiken für sonstige psychische Erkrankungen
  • Weniger Fehltage
  • Einsparung von Krankenkosten für den Arbeitgeber

Warum sind Bürohunde gut für die Gesundheit?

Die positiven Auswirkungen von Bürohunden auf Mitarbeiter hängen nachgewiesen mit dem Hormon Oxytocin zusammen. Dieses wird beispielsweise auch zwischen Müttern und ihren Kindern ausgeschüttet und erhöht die Bindung zu anderen Menschen und Lebewesen. Außerdem senkt es den Blutdruck, verlangsamt die Herzfrequenz und baut das Stresshormon Cortisol ab.

Fazit: Eine Bereicherung für das Büroleben

Insofern es keine Allergiker im Unternehmen gibt, sind Bürohunde eine Bereicherung für das Büroleben, von dem alle Mitarbeiter profitieren. Die Tiere motivieren dazu, spazieren zu gehen und sich zu bewegen, führen bei regelmäßigen Streicheleinheiten zur Ausschüttung von Oxytocin beim Menschen und man kann mit ihnen jede Menge Spaß haben. Wenn dein Team sich ein Bürohund wünscht, kannst du mit diesen Argumente sicher auch deinen Chef überzeugen!

 

Loading cart ⌛️ ...