Erkrankungen des Bewegungsapparates sind eine Volkskrankheit: 80% der erwachsenen Bevölkerung „haben Rücken“ oder Schmerzen in einem anderen Teil des Bewegungsapparates zum einen oder anderen Zeitpunkt in ihrem Leben. Das bedeutet jedoch nicht, dass es sich um eine Bagatellerkrankung handelt. Im Gegenteil – Muskel-Skelett-Erkrankungen stellen für Beschäftigte, Unternehmen und die Volkswirtschaft insgesamt das vielleicht größte gesundheitliche Problem überhaupt dar.

Was sind Muskel-Skelett-Erkrankungen?

Der Begriff der Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) umfasst alle Erkrankungen der Knochen und Knorpel, Muskeln, Sehnen und Bänder sowie des Nerven- und Gefäßsystems im Bewegungsapparat. MSE umfassen insgesamt etwa 150 Krankheitsbilder, von plötzlich und akut verlaufenden bis hin zu chronischen Erkrankungen. Da MSE im Vergleich zu anderen Erkrankungen besonders häufig mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen einhergehen, führen sie häufig zu einem einschneidenden Verlust an Lebensqualität und Selbstständigkeit bei den Betroffenen.

Die wohl häufigste Erkrankung aus der Gruppe der MSE ist der chronische Rückenschmerz. Wie erwähnt leiden 80% der Menschheit mindestens einmal in ihrem Leben an einer MSE – und die überwiegende Mehrheit davon an chronischem Rückenschmerz, nämlich bis zu 70% der erwachsenen Bevölkerung in Industrieländern. Für Deutschland wird die Zahl sogar noch höher geschätzt – nach Untersuchungen der Krankenkasse DAK sollen sogar 75% der Versicherten innerhalb nur eines Jahres an Rückenschmerzen gelitten haben.

Ursächliche Therapie oft nicht möglich

Der chronische Rückenschmerz lässt sich einteilen in spezifischen und nicht- spezifischen Rückenschmerz – bei der erstgenannten Form können in der Bildgebung oder anderen Diagnostik fassbare Veränderungen von Knochen, Bandscheiben oder anderen Strukturen als Ursache ausgemacht werden. Bei der letztgenannten dagegen lassen sich solche Ursachen nicht identifizieren.

Bei spezifischem Rückenschmerz gibt es manchmal – aber nicht immer – eine ursächliche Therapie. So kann etwa die Einklemmung eines Spinalnerven durch einen Bandscheibenvorfall chirurgisch angegangen werden. Bei anderen bekannten Ursachen – etwa ein Sinterungsbruch bei einer Osteoporose, bei der ein brüchig gewordener Wirbelkörper in sich zusammensackt – können oft nur die Symptome behandelt werden, etwa in Form einer Schmerztherapie. Bei nicht-spezifischem Rückenschmerz geht man davon aus, dass es sich um ein funktionelles Problem handelt – dass also alle Bestandteile des Rückens, wie Muskeln, Bänder, Knochen, intakt sind, aber eine Störung in ihrem Zusammenspiel zu einer Fehlbelastung führt.

Rückenschmerzen kosten fast 50 Milliarden Euro pro Jahr

In den USA gehen pro Jahr etwa 149 Millionen Arbeitstage durch chronischen Rückenschmerz verloren, was einem finanziellen Verlust von 100 bis 200 Milliarden US-Dollar entspricht. Die tatsächlichen Krankheitskosten machen nur etwa ein Drittel dieser Summe aus – zwei Drittel davon sind verlorene Produktivität. Für Deutschland geht die Bertelsmann-Stiftung sogar davon aus, dass die medizinischen Kosten der Rückenschmerzen nur 10 bis 20% der Gesamtkosten ausmachen.

In Deutschland stellen Rückenschmerzen die zweithäufigste Ursache für Krankmeldungen dar – gleich nach Atemwegserkrankungen wie grippalem Infekt und Co. Sie sind verantwortlich für etwa 70 Millionen AU-Tage und verursachen Kosten von 48,9 Millionen Euro pro Jahr sowie 18% der Frühverrentungen in Deutschland.

Besonders tückisch: Da 85% der Versicherten trotz Rückenschmerzen zur Arbeit gehen, ist damit zu rechnen, dass auch bei sogenanntem Präsentismus bei Rückenschmerzen – also dem Erscheinen am Arbeitsplatz trotz Krankheit – zusätzliche Produktivität verloren geht, die kaum messbar ist.

Moderne Arbeitswelt: Gift für den Rücken

Rückenschmerzen wirken sich nicht nur auf die Produktivität in der Arbeitswelt aus, sie entstehen auch häufig erst in der Arbeitswelt. Unspezifischer Rückenschmerz wird vor allem durch bestimmte Bedingungen ausgelöst oder verschlimmert, denen vor allem Beschäftigte in Bürojobs und der modernen Knowledge Economy ausgesetzt sind:

  • Langes Sitzen, wenig Bewegung
  • Falsche Körperhaltung auf ungeeigneten Stühlen
  • Unnatürliche Kopfhaltung bei Bildschirmarbeit oder Smartphone-Nutzung
  • Körperliche Verkrampfung durch psychischen Stress

All diese Ursachen können in einen Teufelskreis führen: Beschäftigte, die unter Rückenschmerzen leiden, bewegen sich unter Umständen noch weniger, was zu einer Verschlimmerung der Rückenschmerzen führt. Viele Erkrankte werden zudem durch den chronischen Schmerz depressiv oder haben bereits eine depressive Disposition, die durch den Schmerz verstärkt wird, was sie wiederum anfälliger für Arbeitsstress werden lässt.

Das Gesundheitswesen ist überfordert

An dieser Stelle wird klar, dass Unternehmen sich nicht auf das Gesundheitswesen verlassen können, um das Problem des chronischen Rückenschmerzes in den Griff zu bekommen. Wenn Rückenschmerz erst einmal behandlungsbedürftig geworden ist, etwa mit einer Schmerztherapie, dann hat der Produktivitätsverlust schon stattgefunden und die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter befindet sich unter Umständen bereits auf dem Weg in den Krankenstand oder gar die Frühverrentung. Zudem zeigen Untersuchungen, dass Ärztinnen und Ärzte häufig zu wenig Zeit haben, um mit chronischen Schmerzpatienten über Änderungen des Lebensstils wie mehr Bewegung und Entspannung zu sprechen, so dass viele Patientinnen und Patienten sich nicht ausreichend an die ärztlichen Empfehlungen halten.

Der Schlüssel ist also Prävention im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung. Dass hiermit Krankenstand verringert und Produktivität gesteigert werden können, ist mittlerweile eine von fast allen Unternehmen anerkannte Wahrheit – und doch hapert es oft bei der Umsetzung. Herkömmliche BGF-Programme scheitern häufig an mangelnder Motivation und Teilnahme der Beschäftigten und entfalten somit nicht die gewünschte präventive Wirkung.

Die Lösung: HUMANOO durchbricht den Teufelskreis

Anders bei HUMANOO: Wir haben eine Lösung entwickelt, die digitale Maßnahmen optimal mit Maßnahmen vor Ort verzahnt und die optimale Wirksamkeit bei Beschäftigten aller Altersgruppen entfaltet. Die HUMANOO-App lässt sich mit Fitnesstrackern und Smartwatches koppeln und hilft den Beschäftigten so, gesunde Bewegung in ihren Alltag zu integrieren. Bewegungsmuffel werden durch Challenges – spielerische Wettbewerbe in Teams – oder durch Bonus-Anreize aus der Reserve gelockt und durch Gesundheitscoaches vor Ort betreut. Und schließlich beinhaltet die Kooperation mit HUMANOO ein umfassendes Kommunikationskonzept, so dass jeder Beschäftigte über mehrere Online- und Offline-Kanäle (Intranet, Social Media, Poster, Plakate, Willkommenspaket) erreicht wird. Kontaktieren Sie uns noch heute, um ein kostenloses Beratungsgespräch und ein Testing für Ihr Unternehmen zu vereinbaren.

 

 

 

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